Projekte auf die Beine stellen
Ich mag es, wenn aus Ideen etwas wird. Wenn Menschen zusammenkommen, gemeinsam etwas entwickeln und am Ende etwas entsteht, das vorher noch nicht da war.
Das zieht sich auch durch mein Berufsleben. Ich habe als Journalist gearbeitet, Online-Angebote entwickelt, Projekte geleitet und Veranstaltungen organisiert. Bei der Deutschen Welle bin ich als Deputy Head of Strategic Partnerships & Engagement unter anderem am DW Global Media Forum beteiligt, einer internationalen Konferenz rund um Journalismus, Medien und gesellschaftliche Entwicklungen.
Was mir an meiner Arbeit besonders gefällt, sind die unterschiedlichen Menschen, Themen und Herausforderungen, denen ich jeden Tag begegne. Und der Moment, wenn nach langer Vorbereitung alles zusammenkommt und tatsächlich funktioniert.
Musik entdecken und auflegen
Ich kann mich für Musik begeistern, seit ich denken kann. Und noch immer gibt es kaum etwas Schöneres, als einen Song zu entdecken, den ich unbedingt anderen vorspielen möchte. Oder auf einem Trödelmarkt genau die Platte aus einer Kiste zu kramen, die mir in meiner Sammlung noch fehlt.
Als DJ Michael Marten lege ich auf Partys, Festivals und Veranstaltungen auf. Soul, Funk, Disco und House spielen dabei eine große Rolle – aber ich mag es genauso, musikalische Schubladen zu öffnen und zu schauen, was sich darin noch so findet.
Ich produziere außerdem eigene Musik und Remixe und entwickle gemeinsam mit anderen DJs Veranstaltungen. Besonders schön ist es, wenn Menschen, die sich vorher nicht kannten, am Ende gemeinsam auf der Tanzfläche stehen.
Gute Musik muss man teilen. Deshalb stelle ich unter dem Titel „Song of the Day“ regelmäßig Stücke vor, die mich begeistern: Klassiker, vergessene Perlen und überraschende Neuentdeckungen. Nicht unbedingt die Songs, die gerade alle hören, sondern solche, bei denen ich denke: Die sollte man unbedingt kennen.
Mehr dazu auf meiner Webseite DJ Michael Marten.
Menschen zusammenbringen
Manchmal reicht ein gutes Thema, ein interessanter Ort und ein bisschen Neugier, damit Menschen miteinander ins Gespräch kommen.
Genau das gefällt mir an der Socialbar Bonn, die ich seit vielen Jahren gemeinsam mit Ute Lange und anderen Unterstützer*innen organisiere. Hier treffen Menschen aus ganz unterschiedlichen Bereichen aufeinander, tauschen Erfahrungen aus und entwickeln neue Ideen.
Mich begeistern solche Begegnungen auch jenseits der Socialbar. Vielleicht, weil ich immer wieder erlebe, dass die besten Gespräche oft dort entstehen, wo unterschiedliche Lebenswelten aufeinandertreffen.
Podcasts machen
Ich höre gern Geschichten. Und ich stelle gern Fragen.
Gemeinsam mit Ute Lange moderiere und produziere ich den Podcast der Socialbar Bonn. Darin sprechen wir mit Menschen über ihre Projekte, ihre Ideen und darüber, was sie antreibt.
Vier Jahre lang haben wir außerdem „Update verfügbar“ moderiert, den Podcast des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik. Dabei ging es um digitale Sicherheit im Alltag – ein Thema, das durchaus kompliziert sein kann, aber deshalb noch lange nicht kompliziert erklärt werden muss.
Mit „Wie viel Mensch…? Gedanken und Briefe aus dem Jahr 1989“ habe ich außerdem einen eigenen Podcast entwickelt und umgesetzt. Aus persönlichen Briefen und Gedanken entstand ein akustischer Blick auf ein Jahr, in dem sich vieles grundlegend veränderte. Von der ersten Idee über die Finanzierung bis zur Zusammenarbeit mit Sprechern und Regie habe ich das Projekt begleitet.
Auch die Arbeit hinter dem Mikrofon macht mir Spaß – von der Themenentwicklung über die Aufnahme bis zum fertigen Schnitt.
Manchmal kommt auch das Bild dazu: Für die Stadt Bonn habe ich anlässlich von „25 Jahre UN-Standort Bonn“ zweisprachige Videointerviews geführt, geschnitten und veröffentlicht.
Gespräche führen und moderieren
Ich mag gute Gespräche. Besonders solche, bei denen man hinterher ein bisschen schlauer ist als vorher.
Deshalb moderiere ich gern Diskussionen – auf großen Bühnen, in kleineren Runden oder vor dem Mikrofon. Mich interessiert, was Menschen zu sagen haben, wie sie zu ihren Überzeugungen kommen und was passiert, wenn unterschiedliche Meinungen aufeinandertreffen.
Moderiert habe ich unter anderem für die Deutsche Welle, die Stadt Bonn und die Friedrich-Naumann-Stiftung.
Neugierig auf Medien bleiben
1995 übertrug die BBC eine ganze Nacht lang eine Sendung über das damals noch ziemlich neue Internet. Ich saß vor dem Radio und war fasziniert. Seitdem hat mich die digitale Welt nicht mehr losgelassen.
Ich habe ein journalistisches Volontariat mit Schwerpunkt Internet absolviert, als Redakteur gearbeitet, Online-Angebote aufgebaut und mich mit der Frage beschäftigt, wie digitale Medien unsere Kommunikation verändern.
2010 habe ich gemeinsam mit Tim Schlüter das Buch „30 Minuten – Twitter, Facebook, XING & Co.“ geschrieben. Texte von mir sind unter anderem in Intro, Festivalguide, Stadtrevue, t3n, Deutsche Welle und dem Kölner Stadt-Anzeiger erschienen.
Manches, was damals revolutionär erschien, wirkt heute ziemlich nostalgisch. Meine Neugier darauf, was als Nächstes kommt, ist geblieben.
Einfach mal ausprobieren
Nicht alles, was mich interessiert, muss einen beruflichen Zweck haben.
Ich fotografiere gern, habe Musikvideos produziert und gemeinsam mit einem Kollegen auf 100songs.de eine Liste mit Liedern zusammengestellt, von denen wir glauben, dass man sie kennen sollte. Über diese Auswahl lässt sich natürlich wunderbar streiten.
Auch beim Musikmachen probiere ich gern Dinge aus, ohne vorher genau zu wissen, wo die Reise hingeht. Manchmal entsteht daraus etwas, das ich mit anderen teilen möchte. Manchmal bleibt es einfach bei einem interessanten Experiment.
Und manchmal ist genau das der größte Spaß daran.
